GESCHICHTEN UND GEHEIMNISSE ZUM KULTFILM

UND ICH DURFTE AUCH DIESE JAHR WIEDER DIE GESCHICHTE ERZÄHLEN.

AM 14.12. UM 20.15 UHR IM MDR

Doku | MDR FERNSEHEN |

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel – Geheimnisse zum Lieblingsfilm

Im Anschluss an die Märchenhochzeit erzählte eine Dokumentation die besondere Geschichte des Films. Sie konnten während der Doku Fragen an die Aschenbrödel-Expertin Kathrin Miebach stellen.

Die Schauspielerin Libuše Šafránková, Szenenbild aus dem Film: Aschenbrödel und der Prinz und Pavel Trávnícek

In der Dokumentation wurden unter anderem die berühmten Hauptdarsteller Libuše Šafránková und Pavel Trávníček porträtiert, außerdem ludt die Doku zu einer Reise in die Vergangenheit ein.

Viele Zeitzeugen ließen die Zuschauer an besonderen Momenten der Dreharbeiten vor 40 Jahren teilhaben. Vor allem wurde dabei eines der spannendsten Geheimnisse gelüftet: Waren Aschenbrödel und ihr Prinz auch im wirklichen Leben ein Paar? Neben den Schauspielern ging es in der Dokumentation um die Filmmusik, die bezaubernden Kostüme, um die Drehorte und um die Tiere von Aschenbrödel.

Vom Märchen- zum Kultfilm

Schloss Moritzburg

Hauptschauplatz des Filmmärchens: Schloss Moritzburg

Der Film wurde in den Kinos der ČSSR erstmals am 1. November 1973 gezeigt, in der DDR im März 1974 und in der Bundesrepublik Deutschland am 19. Dezember 1974, wo am 26. Dezember 1975 die Erstsendung im Fernsehen folgte. Er wird seitdem jedes Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit von europäischen Fernsehsendern, in Deutschland, Norwegen und der Schweiz, ausgestrahlt.

Der Film entstand nach Motiven des gleichnamigen Märchens von Božena Němcová, das das Grimmsche Motiv Aschenputtel variiert, indem es drei Haselnüsse als Wunschinstrumente integriert – ein Motiv, das in den über 400 bekannten Varianten des Märchens auf mehreren Kontinenten seit der Antike weit verbreitet ist.

Bekannt wurden durch diesen Film die Schauspielerin Libuše Šafránková und der Schauspieler Pavel Trávníček.

Bekannt wurde auch die Filmmusik des Komponisten Karel Svoboda, die als Soundtrack auf CD erschienen ist. Ende 2008 hat der britisch-deutsche DJ und Produzent Shaun Baker zusammen mit der Sängerin Maloy aus der ursprünglich instrumentalen Musik ein neues Werk erschaffen, das als „Could You, Would You, Should You“ erschienen ist. Ein Jahr später erschien eine deutsche Version des Themas mit dem Titel „Küss mich, halt mich, lieb mich“, interpretiert von Ella Endlich. Diese Version war die erste, die von den Erben Karel Svobodas in deutscher Sprache genehmigt wurde. Sie erreichte in Deutschland Platz zwölf der Singlecharts.

Die Treppe, auf der Aschenbrödel ihren Schuh verlor und der Ballsaal, in dem sie dem Prinzen begegnete, sind jährlich Ziele von Touristen.

Zuletzt aktualisiert: 23. Dezember 2013, 11:30 Uhr

 

DAS KALTE HERZ-LIVE &CD

Das kalte Herz

Weihnachtskonzert für Kinder

Ein neues Orchesterhörspiel von Henrik Albrecht wird im Dezember von der NDR Radiophilharmonie uraufgeführt: „Das kalte Herz“ nach dem Märchen von Wilhelm Hauff.

Weihnachtskonzert für Kinder
So, 21.12.2014, 16.30 Uhr
Großer Sendesaal des NDR, Landesfunkhaus Niedersachsen

NDR Radiophilharmonie
Vassilis Christopoulos Dirigent
Jean Paul Baeck Kohlen-Peter
Frauke Poolman Erzählerin
Henning Nöhren Weitere Rollen

HENRIK ALBRECHT
„Das kalte Herz“
Orchesterhörspiel nach dem Märchen von Wilhelm Hauff

SEI SELBER DIE LATERNE

SWR2 Feature am Sonntag

„Sei selber die Laterne“

Das schillernde, konsequente Leben und Werk des Widerstandskünstlers Fred Denger | Von Hannelore Hippe

Grillhähnchen

„Mein Hühnerbein, wann wirst du mein“ – Liebesvers von Fred Denger (zwölfmal verheiratet)

Niemand kennt Fred Denger, dabei hat er ein umfangreiches Lebenswerk hinterlassen. Als junger Mann kämpfte er in einer skurrilen Widerstandsgruppe gegen die Nazis, verfasste danach engagierte Dramen und schrieb zahlreiche Romane. Sein bekanntestes Theaterstück ist „Langusten“, das mit der großen Durieux Erfolge feierte. Dann machte er Karriere als Drehbuchautor: „Der Ölprinz“ und „Der unheimliche Mönch“, Filme nach Karl May und Edgar Wallace. Bis er schließlich ins Wendland zog und zu einer Lichtgestalt der Anti-Atommüllbewegung wurde. Da hatte er bereits das Alte Testament in den Jargon des späten 20. Jahrhunderts übertragen. Den Erfolg seines „Großen Boss“ erlebte er nicht mehr. Denn er fiel vorher besoffen die Treppe runter. Der Tod erlöste ihn auch von der Suche nach der richtigen Frau – nach zwölf Ehen. Hannelore Hippe erinnert mit Hilfe von Weggefährten Dengers an einen außergewöhnlichen Menschen.

 

MIT FRAUKE POOLMAN& MATTHIAS HABICH

So, 21.12.2014 | 14.05 Uhr

Rositas Haut

Rosita cover

Ein Mosquito wird nach einem Tod als Mensch wiedergeboren.So kann er von seiner wunderbaren und fatalen Liebesgeschichte zu Rosita erzählen. Diese Liebe hat, wie jede Liebe, unglaubliche Folgen. Esther Vilar verführt humorvoll, tiefgründig und erotisch.

Reinhören:

Otto Mötö. Im Universum finnischer Motorenmusik

Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste benennt „Otto Mötö. Im Universum finnischer Motorenmusik“ zum Hörspiel des Monats.

Das Leben auf dem Land ist vieles.  Ruhig ist es nicht.  Das Hörstück „Otto Mötö“ der Berliner Komponistin,  Musikerin und Hörspielmacherin Gabi Schaffner widmet sich Leben und Werk eines Komponisten, der mit  seinen Tonbandgeräten den Lärm des Landlebens erforscht hat: Martti Mauri. Der Komponist war, wenn man Gabi Schaffner glauben will, Angestellter eines Elektrizitätswerks auf der finnischen Halbinsel Kuokkala bei Jyväskyla und ein wichtiger Vorläufer der Industrialmusik.

 

Die Begründung der Jury

Mauri habe Field-Recordings von Autorennen sowie Aufnahmen von modifizierten Ottomotoren und Gartengeräten für seine Kompositionen verwendet. Detailgenau mit hohem begrifflichem Aufwand erklärt Schaffners Hörspiel die Ästhetik von Mauris Maschinenmusik und ihr Verhältnis zur Neuen und populären Musik in ganz Europa.

Echte Musiker geben Komponistenkollegen und erzählen in diesen Rollen auskunftsfreudig Anekdoten aus dem Leben des „unbekannten“ Genies. Bis sich der Verdacht erhärtet, dass hier etwas nicht stimmt. Denn die Äußerungen der Kritiker, Freunde und Zeitgenossen klingen wie ein im Leerlauf hochdrehender Motor, und die vermeintlich authentischen Interviews, die das Leben Mauris nachzeichnen sollen, hören sich viel zu gespielt an, um echt zu sein.

Das Porträt des Martti Mauri, das mit den Stilmitteln des journalistischen Features arbeitet, ist eine klug komponierte Fälschung. Zum Vergnügen aller, die den aktuellen Hype um das Dokumentarische kritisch sehen und zur Freude derer, die sich für Geräuschmusik begeistern.

Gabi Schaffners erste Regiearbeit nach einer Idee von Martin Moritz versammelt eine Gruppe zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten, die ihre je eigene Welt der Geräusche schaffen. Die Maschinenmusiken des „Martti Mauri“ wurden von insgesamt acht Komponisten und Bands aufgenommen, geschrieben und gemischt. Und diese Kompositionen setzen dem Prinzip des Explosionsmotors nach Nicolaus August Otto ein klangvolllärmendes Denkmal.

 

Otto Mötö. Im Universum finnischer Motorenmusik
Aus den Archiven des Martti Mauri (1935 – 2003)
von Gabi Schaffner
Realisation: Gabi Schaffner
Dramaturgie und Redaktion: Peter Liermann
Produktion: hr 2012
Erstsendung: 19.08.2012
Länge: 58’40“

Mit FRAUKE POOLMAN & H.WINKELMANN

Frauke Poolman